PRESSEECHO / Russisch

2-seitiger Bericht

+ Fotomontage aus Bildern aus dem Buch über

Anton Rubinstein

auf der ganzen Rückseite der russischen Fachzeitschrift

MUSICIAN CLASSIC

Juni 2016

Titel + Rückseite
Titel + Rückseite
Text - Seiten 16 + 17
Text - Seiten 16 + 17
Rückseite
Rückseite

Buchbesprechung

für die russische Zeitschrift »Welt der Museen«

von Dr. Tatjana Wrodenko,

Direktorin der Kommunalgründung „Die Rybnizki-Museumsvereinigung“, Moskau

 

Achtung: Computer-Übersetzung aus dem Russischen

 

 

Ein wahrhaftig historisch wichtiges Ereignis in der Arbeit des Museums A.G. Rubinsteins und der Geschichte des Dorfes Wychwatinzy wurde der Eingang des Buches

"Anton Rubinstein.

Erster Piano-Star, Komponist und Dirigent

& seine Beziehung zu Baden-Baden"


des Begleitbriefes und der Druckmaterialien vom deutschen Schriftsteller, des Publizisten, des Ehrenvollen Doktors der Wissenschaften, des Professors Herrn Diethard Schlegel, der in einem der am meisten russischen Städte Deutschlands wohnt, in Baden-Baden.

Das Kollektiv des Museums mit dem nicht gefälschten Interesse hat sich mit den Tatsachen der Forschungstätigkeit des deutschen Gelehrten, die auf das Studium der Archivmaterialien gerichtet ist, der Museums- und bibliothekarischen Bestände über das Leben und die Tätigkeit unseres verherrlichten Landsmannes –des Klavierspielers, des Komponisten und des Dirigenten– Anton Rubinstein bekannt gemacht.

 

           Eine davon, wer von erstem in der russischsprachigen Presse Deutschlands das Werk Diethard Schlegels über den Rubinstein bemerkt hat, war der Kandidat der philologischen Wissenschaften Lydia Alexandrowna Smykalowa - der Dozentin des Lehrstuhls der englischen Philologie der Lwower Universität. Auf den Seiten der regionalen Zeitschrift "Boten Baden-Württembergs" hat sie die sehr umfangreiche Rezension über das Buch Diethard Schlegel über den Rubinstein geschrieben. Dass sie in der Antwort auf das Buch des deutschen Schriftstellers schreibt:

«Erstes, was bei der Bekanntschaft mit dem Buch über A. Rubinstein entzückt, schreibt sie, ist eine Menge der Quellen, welche der Autor studiert hat: sie nehmen die Archivdaten aus dem Gebiet der Geschichte 19. Jahrhundert auf. Die Jahrhunderte, sowie die Texte der Korrespondenz Anton Rubinsteins. Es ist wieviel die konkreten Daten, es ist wieviel die Namen, der Titel der Zeitungen und der Zeitschriften, seit dem Anfang 19. Jahrhunderts, trifft sich auf den Seiten des Buches. Und wenn über das Leben A. Rubinsteins zu sprechen, so werden wir mehr der ausführlichen Nachrichten hinter seinen Beziehungen mit dem Ausland in einer einheimischen Ausgabe finden».

Zu oben ernannt ist nötig es auch zu ergänzen, dass der Name des deutschen Forschers, des Publizisten und Schriftstellers Diethard Schlegel ziemlich wohlbekannt in den wissenschaftlichen literarischen Kreisen, wie in Deutschland, als auch im Ausland. In 2009 war sein titanisches Forschungswerk «Der Dichter Vasilij Andreevich von Shukovskij – seine Familie und die Grabstätte in Baden-Baden» der Titel „Buch des Jahres 2009“ verliehen, das vom Internationalen Institut der modernen Forschungen (Kanada) jährlich verliehen wird und war in die 20-bändige Versammlung der Verfassen des russischen Schriftstellers, herausgegeben vom Zentrum der Forschungen des Schaffens Shukovskijs bei der Universität Tomsk vollständig aufgenommen. Der so breite Umfang der Anerkennung seines Buches bestätigt über die Wichtigkeit des Beitrags des deutschen Schriftstellers in die Wissenschaft noch einmal.

 

Lydia Aleksandrowna Smykalowa auch zusammen mit der Leiterin den Bibliothek der russischen Gesellschaft namens Alexander Puschkins Lidia Jewgenjewna Prowosina hat nicht wenig literarischer-musikalischer Abende im Russischen kulturellen Zentrum in der Stadt Lwow, gewidmet dem Schaffen des deutschen Schriftstellers Schlegel - zwei von ihnen gerade dem Buch über den Rubinstein vorbereitet. Die Tätigkeit dieser zwei unermüdlichen Frauen, die der Popularisierung der Werke Schlegels gewidmet ist, hat die Antwort wie in der russischen, ukrainischen als auch in der deutschen Presse, seit Serien der Artikel in der Zeitung russischer Gemeinde der Stadt Lwows "Russischer Bote" bekommen, die Publikationen in der ukrainischen Zeitschrift "Zeitglas". Als der Gipfel der Tätigkeit dieser zwei unermüdlichen Frauen kann man die Mitteilungen in der Presse über die Durchführung des Standes-Ausstellung der Arbeiten Schlegels in der Bibliothek des Lwower Russischen Zentrums namens Puschkin in 2012 anlässlich des Jahres „Russland in Deutschland und Deutschland in Russland“ in solchen Ausgaben wie " Literarische Zeitung", "Baden-Baden exklusiv", "Badisches Tageblatt", "Badische Neueste Nachrichten" nennen, es ist für die Popularisierung der Werke Schlegels in der Ukraine Nicht wenig und in Russland hat auch bekannte ukrainische russischsprachige Dichterin Ljudmila Nekrassowski gemacht. Für sie, der talentvollen modernen Dichterin, waren die Gedanken und die Erwartungen des deutschen Schriftstellers, des Forschers der Geschichte des Aufenthaltes der russischen schöpferischen Intelligenz und der Aristokratie in Baden-Baden nah und klar. In der Liste, wer auch Diethard Schlegel aktiv half darf man nicht den Namen der Professorin der Kulturforschung der Omsker Universität Waleria Nasimowa nicht vergessen zu erwähnen. Ihr Name wie des Mitverfassers vieler gemeinsamer wissenschaftlicher Artikel und der Forschungen stand neben dem Namen Diethard Schlegel in den wissenschaftlichen Sammlungen und den Zeitschriften Russlands mehrmals. Und noch ein Name ist nennenswert ist der Name des Philologen - Slawistik, des Übersetzers, des ehemaligen Solisten der Militärgruppe der Zentralen Gruppe der sowjetischen Truppen, des Solisten der Lwower staatlichen Philharmonie Alexander Noskov, der an den musikalisch-literarischen thematischen Abenden, die den Persönlichkeiten der russischen Kultur gewidmet sind, sich aufhaltend in Baden-Baden, durchgeführt von Diethard Schlegel auf verschiedenen Bühnenplätzen mehrmals teilnahm.

 

Im Buch D. Schlegels gibt es die sehr seltene Illustration, auf der Anton Rubinstein dargestellt ist, der im Salon der Pauline Viardot-Garcia musiziert. Sein göttliches Spiel, die Atmung verborgen, hören der König Preußens, der zukünftige Kaiser Deutschlands Wilhelm І und seine Ehefrau Augusta, der zukünftige Kanzler Deutschlands Graf Otto von Bismarck, die große Badener Duchesse Luisa und der russische Schriftsteller Iwan Sergejewitsch Turgenew und andere, vornehme Gäste zu.

 

Beenden wir unsere Erzählung über das Buch Schriftstellers Diethard Schlegel mit der kleinen Mitteilung des deutschen Publizisten und des Forschers an unser Museum darüber, dass von ihm neue Archivdaten über den Aufenthalt Antons Rubinstein in Baden-Baden gefunden sind. Aber es wird schon in seinem nächsten Buch widergespiegelt sein, das in unsere Bestände unbedingt übergeben sein wird.

 

Der Direktor der Kommunalgründung

«Die Rybnizki Museumsvereinigung»

Tatjana Wrodenko

August 2015

 

 

Magazin »PARTNER«, Dortmund

Mai 2014/Aufl.: 18.000

 

Leserbrief von Valerij Bassyrow

(Präsident der Literatur-Abt. der Krim-Akademie)

auf diese Buchbesprechung in der Zeitschrift PARTNER:

(Zum Vergrößern bitte darauf klicken)

ÜBERSETZUNG

Achtung: Computer-Übersetzung!!

(Zum Vergrößern bitte darauf klicken)

Magazin »PARTNER«, Dortmund

Februar 2014/Aufl.: 18.000

 

 

Übersetzung

(Seiten 96, 97 + 98)

Alissa Gomer (Israelitisches Kulturzentrum Baden-Baden)

 

 

Der Romantiker russischer Kultur

 

Seit mehr als 12 Jahren beschäftigt sich Dr. h.c. Diethard Schlegel (D.S.) mit der Erforschung von Einflüssen slawischer –speziell russischer- Kultur auf die Entwicklung der Stadt Baden-Baden und ist davon immer noch nicht gelangweilt. Als Journalist, Autor, Publizist und PR-Fachmann will er sich noch lange nicht auf seinem "Lorbeerkranz" ausruhen.

Schlegel war lange aktives Mitglied des „Arbeitskreis für Stadtgeschichte der Stadt Baden-Baden“ und setzt seine publizistische Arbeit in der "russischen Richtung" fort. Dabei ist seine Arbeit („Hobby“ wohlbemerkt) finanziell auch nicht gerade günstig. Die Edition, Recherche und Veröffentlichung eigener Bücher ist sehr kostenintensiv.

 

Seit seinem 22. Lebensjahr ist der 1949 geborene Dr. h.c. Diethard Schlegel im Journalismus tätig. Seine Karriere hat er als Radio-Redakteur begonnen und schrieb damals schon nebenbei für Tagespresse und Fach-Zeitschriften.

»In den Radioredaktionen zu Beginn der 1970er Jahre bereitete ich täglich musikalisch und informativ Sendungen für Jugendliche vor und präsentierte sie auch live. Vor allem war ich als Journalist und Redakteur tätig, war kein Entertainer oder D-J« - erzählt Schlegel.

»Wir haben damals aktuelle Probleme Jugendlicher thematisiert; z.B. standen Bildung und Berufsausbildung ganz oben auf der Agenda«. Darüber hinaus spezialisierte sich Schlegelnach 10 Jahren im Bereich Public Relations. In den nächsten 20 Jahren seiner Karriere realisierte er erfolgreich viele gesellschaftlich bedeutende Projekte. Er arbeitete als Redakteur bei privaten regionalen Radio-Sendern und war Gründer und Chefredakteur einer Rundfunk-Programm-Agentur.

 

Frage der Journalistin Natalija Anisimova:

»Wenden Sie Ihre vielseitigen Erfahrungen aus dem PR-Bereich auch in Ihrer derzeitigen Tätigkeit an?«:

»Ja, sicher. Ich kenne die Wege der Informationsgewinnung und vor allem -verbreitung, stehe im Kontakt mit öffentlichen Organisationen -nicht nur in Baden- Baden- führe mein Life-Journal/Blog im Internet. Ich verfolge auch das zeitgenössische Leben der Russen in der Stadt und kenne praktisch die Geschichte der meisten Villen, Firmen und Hotels sowie medizinische und weitere Einrichtungen in Baden- Baden, wenn die Eigentümer aus Russland oder einer der ehemaligen Teilrepubliken der UdSSR kommen. Medizinischer Tourismus aus der Russischen Föderation und GUS-Nachfolgerstaaten ist derzeit sehr populär. Das ist ein separates, großes Thema.

Viele "Alteingesessene" haben Vorurteile bezüglich der reichen (Neu-) Russen in unserer Stadt. Leider ist das nicht ohne Ursache. Der Grund dafür ist Geld bzw. ihr Verhältnis zu Geld. Man kann hierzu ein paar Beispiele bringen:

Ein Unternehmer wollte ein Hotel kaufen und machte dafür die Anzahlung, benutzte dann nach Kräften das Hotelgebäude und verzichtete später darauf, den kompletten Preis zu zahlen. Ein anderer Eigentümer eines Großrundstücks hat die Steuern dafür nicht bezahlt. Diese und ähnliche Ereignisse tragen wenig zur Sympathie bzw. zum Renommee der Russen bei.

Aber es gibt auch viele andere positive Beispiele. Ich habe es zu meiner Aufgabe gemacht, den Blick der Stadtbewohner darauf zu fokussieren: Große Investitionen und das Geld, das die russischen Touristen in die Stadt bringen. Auch die Aufführungen mit russischen Oper- und Ballettstars auf den Bühnen unserer Stadt ist die andere Seite der Medaille, zum Beispiel die regelmäßigen Konzerte des Mariinsky Theater aus St. Petersburg und der Operndiva Anna Netrebko«.

 

In seinem Buch »Russische Vergangenheit und Gegenwart in der Stadt Baden- Baden« berichtet Diethard Schlegel: »Die Russen und andere aus den ehemaligen Teilrepubliken der UdSSR investieren derzeit aktiv in Tourismus und der Hotelbranche (Es folgte die Auflistung der Hotels) sowie in Unternehmen anderer Branchen, z.B das Transport-Unternehmen "City Car«.

Schlegel belegt mit offiziellen Statistiken dass die Zahl der Touristen, Business- und Saisonbesucher aus diesen Staaten stetig wächst und weist sowohl auf die Zahl der osteuropäischen Wahl-Baden-Badener als auch auf die vielen Übersiedler von dort hin:

»Die statistischen Daten sind Beweis dafür, dass deutlich mehr Touristen aus Russland usw. als aus anderen Ländern unsere Stadt besuchen.«

 

Die Zahl der heute dauerhaft in Baden Baden lebenden Russen ist mit dem historischen Maximum in und um 1860 vergleichbar - ohne die Berücksichtigung der offiziell eingebürgerten Russen. Die Zahl der Letztgenannten übersteigt wesentlich die der Immigranten. Unsere Landsleute tragen im Großen und Ganzen (unbeachtet einiger negativer Meldungen in den Medien) überwiegend positiv in die Gesamtbilanz bei. Sie stellen einen optimierenden Einflussfaktor in die Ökonomik und Kultur der Stadt dar.

Nicht zuletzt aus diesem Grund beschäftigt sich Dr. h.c. Schlegel auch mit diesem Thema. Seine Arbeit in diesem Interessenbereich war nicht immer einfach. Er beschäftigte sich früher auch mit anderen großen Kategorien "Wohl der ganzen Menschheit", "Dialog der Zivilisationen", "Weltkulturerbe" – alle auf UNO-Resolutionen basierend.

Ein weiterer Bestandteil seiner Langzeitprojekte ist seit dem Jahr 2000 die jährliche Organisation eines internationalen wissenschaftlichen Symposiums, an denen bis zu 200 Wissenschaftler aus allen fünf Kontinenten teilnehmen.

 

Ende 1990 war Diethard Schlegel einer der Mitbegründer der „International Baden-Baden Foundation“ („IBBF“), die sich die Organisation von Teledebatten, Konferenzen und Kongresse -auf der Basis von UNO-Resolutionen- zu seiner Aufgabe gemacht hatte. An vielen dieser Veranstaltungen waren auch Wissenschaftler aus Deutschland und der Russischen Föderation beteiligt.

 

Parallel beschäftigte sich Schlegel immer auch mit der Erforschung der Geschichte seiner Heimat, mit der Geschichte und Kultur der Stadt Baden-Baden. Und hier fand eine Wende statt. Sehr oft wurde er damit konfrontiert, dass die Rolle russischer Zuwanderer und Gäste in Baden Baden wesentlich unterschätzt war. Ohne die russischen Einflüsse wäre die Stadt nie zu dem Kulturzentrum Europas geworden, das sie seit dem Ende des XIX Jahrhunderts ist. Insgesamt gibt es noch viele "weisse Flecken" in der Geschichte der Stadt. "

»Deswegen suche ich gezielt in alten Schriftstücken nach Informationen und Materialien darüber. Ganz einfach: wenn ich das nicht tue, geht vielleicht etwas verloren; spätere Generationen, die sich mit der weiteren Erforschung der Stadtgeschichte beschäftigen wollen, wird damit auch die Arbeit erleichtert.«- so Schlegel.

 

Frage der Journalistin Natalija Anisimova:

»Benötigen Sie Hilfe bei Ihren weiteren stadtgeschichtlichen Forschungen über die russische Vergangenheit und Gegenwart?«

Es folgt ein tiefer Seufzer. »Die Publikation meiner Bücher finanziere ich selbst, da deutsche Verlage daran bisher kein Interesse hatten. So muss ich die Recherchen nach Materialien und deren Bearbeitung aus eigener Tasche finanzieren; die Buchformatierung sowie Redaktion und die Marktvorbereitung führe ich ebenso eigenständig durch, da ich ein "Profi" in dieser Materie bin.

Eine andere Sache ist, dass die Archivmaterialien viel Geld kosten. Jedes alte Photo (und davon brauche ich Dutzende pro Buch), kosten € 25-50, für die Verwendung als Titel natürlich wesentlich mehr. Der Druck ist auch nicht gerade billig. Natürlich suche ich nach Sponsoren, vor allem Russischsprachige, ich kann jedoch keine finden. Einmal erklärte sich ein Russe bereit, den Druck eines Buches zu finanzieren. Er verschwand jedoch in letzten Moment, kurz nachdem ich den Vertrag/Druckauftrag unterschrieben hatte. Ein anderes Mal, bei der Organisation des Konzerts mit Werken des russischen Komponist Anton Rubinstein, wollte ein Unternehmer aus Russland wenigstens die Saalmiete, mehr als Hundert Gäste waren gekommen, im „Brenner’s Park Hotel“ bezahlen. Als es ans Bezahlen ging hatte auch er sich "vom Acker gemacht".

Die zweite Ausgabe des Buchs "Russischer Stadtführer" war günstiger. Ich bezahlte die Druckvorbereitung und die Übersetzung ins Russische. Den Rest hat ein Bekannter von mir übernommen. Er hat in den Buchkörper jedoch viel Werbung integriert, was viel mehr Einnahmen brachte, als der eigentliche Druck dann kostete. An diesen Einnahmen hat er mich jedoch nicht beteiligt". (An dieser Stelle lacht Schlegel).

 

In Verlegenheit gebracht - oder aus Schamgefühl für meine Landsleute, stelle ich gleich meine nächste Frage: »Gibt es viele Mitglieder in dem von Ihnen begründeten Deutsch-Russischen Kulturverein?«

Dr. h.c. Diethard Schlegel:

»Von Beginn an etwa 40 Personen. Ja, ich verstehe Ihre Verwunderung. Ich habe den Verein gegründet, führe ihn jedoch nicht und bin sogar früh ausgetreten. Geplant waren Veranstaltungen für ein breites Publikum, mit vielen Mitgliedern, aber in der Wirklichkeit (heute: Nach meinem Ausscheiden) ist es immer noch nicht anders. Daher kann man nicht behaupten, dass der Verein bzw. seine Arbeit ein aussagefähiger Indikator des Interesses für die russische Geschichte Baden- Badens ist.«

 

Vor zwei Jahren hatte Diethard Schlegelin einem Interview gesagt, dass die Mangelfinanzierung des Stadtarchivs, die als Folge eine katastrophale Unterbesetzung hat, die Bearbeitung der dort aufbewahrten Materialien sehr verlangsame. So wartet bestimmt die Hälfte der historischen Dokumente noch darauf, gelesen, ausgewertet und digitalisiert zu werden. Seit damals hat sich an der Situation aber auch hier nichts geändert.

 

Trotz all dieser Schwierigkeiten setzt Schlegel seine Arbeit in seinem Interessenbereich engagiert und rastlos fort. Ein wichtiges Ergebnis seiner Arbeit ist das Buch über den Begründer des ersten russischen Konservatoriums, den großen russischen Komponist Anton Rubinstein. Dank Schlegels Bemühungen und den der Mitglieder des deutsch-russischen Historischen Vereins wurde gerade die erste Ruhestätte des großen russischen Dichters V. A. von Joukovsky und die seiner Familienmitglieder gefunden und kultiviert, dem Dichter wurde ein Denkmal errichtet. Das Buch von Dr. h.c. Schlegel über das Lebenswerk des Dichters wurde vom „Kanadischen Institut für Internationale Forschung“ („IIAS“/University of Windsor) als Buch des Jahres 2009 ausgezeichnet. Das Buch lieferte auch neue Erkenntnisse für die Veröffentlichung der Bücher „Fundamentale literarischen Studien“ von dem "Joukovsky-Forschungs-Zentrum" an der Tomsker Staatsuniversität.

Die zweite Auflage von Schlegels Buch "Russische Vergangenheit und Gegenwart in der Stadt Baden-Baden" spricht für sich. Die Nachfrage auf diesen kompetenten (Stadt-)Führer für anspruchsvollere Deutsch- und Russisch-sprachige Touristen ist so groß, dass die höhere Auflagezahlen (20-faches Wachstum!) sowie eine Ergänzung und Übersetzung ins Russische notwendig waren.

 

Darüber hinaus initiiert Dr. h.c. Diethard Schlegel selbst (oder beteiligt sich aktiv) an diversen Konzerten, Exkursionen und Aufführungen, das Thema unverändert: "Russische Vergangenheit und Gegenwart in der Stadt Baden- Baden". Kaum eine bedeutende Kulturveranstaltung zum Thema "Russische Kultur und russische Einflüsse“, mit gebührend anspruchsvollem und kompetentem Anspruch, wäre ohne die Beteiligung dieses großen Experten in diesem Themenbereich in Baden-Baden denkbar.

 

In diesem Monat (Februar 2014) wird Schlegels nächstes Buch in Druck gegeben. Das Buch berichtet über genau 200 Jahre Russen in Baden-Baden, darin zuvor unbekannte Seiten des Lebens russischer Adliger, Zaren und deren Familienmitgliedern. Diethard Schlegelhat auch andere neue Ideen und Pläne, forciert aber nicht die Veröffentlichung. Er rechnet nur mit seinen eigenen Kapazitäten, Ressourcen und Kräften, die ja nicht unendlich sind.

 

Letzte Frage der Journalistin Natalija Anisimova:

»Sie kennen so viele Tatsachen aus dem Leben der Russen. Kennen, was die deutsche Gesellschaft an denen akzeptiert (oder auch nicht). Nicht zuletzt haben Sie viele Freunde unter Russen. Wie würden Sie nun die russische Mentalität formulieren?«

 

»Ich sehe folgende Merkmale, die für die russische Diaspora hierzulande typisch ist, heute wie früher. Es ist eine geschlossene, für Fremde unzugängliche Gesellschaft. Ich freue mich aber über die Tatsache, dass die Migrantenkinder, die in Deutschland geboren sind, sich sehr gut integrieren und sich uns gegenüber nicht abkapseln.«

 

Fazit der Journalistin Natalija Anisimova:

»Hoffentlich werden sich unter diesen neuen Mitbürgern der Stadt -denen mit russischen Wurzeln- noch viele engagierte Helfer und Sponsoren für die lobenswerten kulturellen Ideen und Initiativen von Dr. h.c. Diethard Schlegel finden.«

 

 

Leserbriefe

(zu dem Artikel in »PARTNER« vom Februar 2014)

 

Комментарии

Администратор

 

Спасибо Госпоже Наталии Анисимовой за замечательную статью о замечательном и мужественном человеке Господине Дитрихе Шлегеле. Низкий ему поклон. «Русское прошлое и настоящее» - конечно, я хочу иметь эту книгу.

Спасибо переводчице Э.Коронцевич. Уверена, что книга заинтересует и меня, много времени проведшей у дома Достоевского в Баден-Бадене и в Москве недалеко от театра Советской Армии.

И вот моё сочинение уже звучит в Люцерне. Фантастика! Так быстро! Когда-нибудь, наверное, и в Баден-Бадене.......?

С дружеским приветом Ваша (композитор) Инна Жванецкая

 

| 2014-03-06 15:36 |

 

 

Олександр

 

На мой взгляд, интервьюер сумел ухватить соль, красную нить, основную мысль - назовите всё это как хотите, но главное - журналист сумел вынести на поверхность многое наболевшее и накопившееся за эти годы в силу отсутствия диалога между русскоязычной и немецкой прессой, сделать рельефной, выпуклой глубину его размышлений, показать где в наших взаимоотношениях трещины, изъяны, недоработки, что мешает сотрудничеству и что порождает предубеждения. От себя добавлю, что журнал "Партнер" еще раз напомнил читателям немного подзабытую, но не утратившую своей актуальности и сегодня мысль что он не только коллективный пропагандист и агитатор но и прежде всего организатор. К нашей грусти, читателей Баден-Бадена, образовашуюся информационную пустоту после преращения издания журнала "Вестник Баден-Вюртенберга" заполнили издания очень низкого уровня, типа "Русский Штуттгартт", "Сплетни", "Русская газета" и т.д. Вот почему так важно присутствие журнала "Партнер" даже в нашем самом райском уголке Германии, не говоря уже о других уголках Германии. Примите мое уважение и признательность.

 

Alex Noskov

| 2014-03-09 12:42 |

 

 

Alexander Degen

 

Благодаря вашему журналу,я узнал о таком замечательном человеке,как доктор Шлегель.
Который не жалеет труда отыскивая малоизвестные факты о русских в Баден-Бадене.
Прожив 12 лет в Германии я не однократно сталкивался с тем,что история и культура России
местным немцам абсолытно не интересна.
А тут человек работая в архивах(и тратя не малые деньги)открывает для нас уже ныне забытое.
Например захоронение Жуковского.
Спасибо и ему и вашему журналу!

 

| 2014-03-10 20:08 |

"Baden-Baden exklusiv"

Ausgabe 2012/2013

ZEITGLAS

Zeitschrift/Buch für Literatur und Kunst

in ukrainischer, russischer und deutscher Sprache

(erscheint viermal pro Jahr)

Jahresbuch 2012, 424 Seiten
Jahresbuch 2012, 424 Seiten
Nr. 64 / 2012
Nr. 64 / 2012

LITERATURNAJA GAZETA

"ZEITGLAS"

Zeitschrift/Buch für Literatur und Kunst

in ukrainischer, russischer und deutscher Sprache

(erscheint viermal pro Jahr)

Ausgabe Oktober 2012

Seiten: 159 + 160

Musikalisch-Literarischer Vortrag

19. Mai 2011

Gemeindesaal Synagoge Pforzheim

»Anton G. Rubinstein

& sein Einfluss auf die russische Musikentwicklung«

siehe auch Vorträge:

hier

 

und:

 

INTERNATIONALE SCHRIFTSTELLERGILDE

hier

 

 

Foto unten, von li. n. re.:

Prof. Leonid Jeremenko, Vorsitzender des "Arbeitskreis für Stadtgeschichte Lwow" / Prof. Dr. Lydia Smykalowa / Lydia Provosina, Leiterin des "Puschkin-Museum", Lwow / Prof. Albert Astachov, Vorsitzender der "Puschkin-Gesellschaft", Lwow

 

Buchbesprechung von

Prof. Dr. Lydiya Smykalova

Professorin für Englische Philologie an der Universität Lwow/Ukraine,

Mitglied der "Aleksandr Pushkin Russian Society"

 

Übersetzung:

Empfehlung

In einer deutschen Zeitung habe ich von der feierlichen Präsentation (Anmerkung: 22. Juli 2010) des Buches »Anton G. Rubinstein. Erster Piano-Star, Komponist und Dirigent & seine Beziehung zu Baden-Baden« des Baden-Badener Publizisten Diethard Schlegel gelesen.

Das Buch liegt jetzt vor mir. Ich habe es bekommen während ich das Drehbuch zu einem musikalischen Projekt anlässlich des 180. Geburtstages von Anton Rubinstein fast beendet hatte. Mit großem Interesse habe ich mich an das Lesen des Buches gemacht, das Wort "Lesen" trifft allerdings nicht richtig zu – ich studierte dieses Buch buchstäblich.

Leider kenne ich andere Werke von D. Schlegel nicht, die Entfernung ist zu groß. Aber schon dieses eine Buch hat bei mir den Wunsch geweckt, Ihnen meine Eindrücke mitzuteilen.

 

Über die Persönlichkeit des Autors habe ich die allgemeinen Angaben aus dem Text des Buchumschlages und den Veröffentlichungen in der deutschen und russischen Presse über die Präsentation des Buches entnommen. Darüber hinaus berichtete mir ihre Eindrücke darüber die Leiterin der Stadtbibliothek Pforzheim Nelli Sitenko, die die Präsentation des Buches in dieser Stadt plant (Anmerkung: 19. Mai 2011). Gerade Nelli Sitenko wies mich auch darauf hin, dass sich die russischsprachige Presse in Deutschland, die oft über aktuelle deutsch-russische und russisch-deutsche kulturelle Beziehungen berichtet, darüber hinaus hauptsächlich nur den wichtigen Beitrag der Deutschen an der Entwicklung der russischen Kultur erwähnt und kaum über Beiträge der Russen an der Entwicklung der deutschen Kultur berichtet. Zweifellos wären solche Berichte auch wichtig und man fragt sich, warum das nicht geschieht.

Schon aus diesem Grund bietet sich das Kennen lernen des Buches von D. Schlegel an. Schon aus dem Titel und der Aufzählung seiner Begabungen geht, neben dem Namen des Mannes der in Russland den Grundstein für den Beruf Musiker gelegt hatte, mit "…Rubinstein in Baden-Baden" hervor, dass der Russe Rubinstein auch etwas für Deutschland geleistet hat.

 

Wahrscheinlich haben Gott und Schicksal nicht zufällig den Autor D. Schlegel mit Baden-Baden zusammengeführt. Hier, wo er schon einige Jahrzehnte wohnt, wurde sein Talent zum Journalist, Schriftsteller, Historiker, Forscher, Organisator vollkommen geöffnet, hier entwickelten sich die besten Eigenschaften seiner Natur: der titanische Fleiß, die Geduld und Ausdauer, die Gewissenhaftigkeit und die Begeisterung an der Forschung. Gerade diese Eigenschaften, so hell gewölbt und reliefartig, werden im Text der Monografie über A. Rubinstein empfunden.

 

 

Bei der Bekanntschaft mit diesem Buch fällt einem sofort die Menge der Quellen, einschließlich der Geschichte des 19. Jahrhunderts sowie der Korrespondenz von A. Rubinstein die der Autor studiert hat, ins Auge, unter anderem vielen Daten, Namen und Zeitungsberichte aus Archiven. Und vieles was wir dort über das Leben Rubinsteins im Ausland lesen findet man in der russischen Literatur nicht. Beim Lesen wird man immer wieder daran erinnert, dass sowohl die russische Kultur nicht nur aus Pushkin, Tchechov, Dostoevskij, u.s.w., sondern auch die deutsche Kultur nicht nur aus Beethoven, Bach, Goethe, Heine, Mann, u.s.w., besteht. Zu beiden Kulturen gehören auch, unter anderen, Rossini, Bizet, Viardot, Rimskij-Korsakov, u.s.w..

 

Dazu gehört auch der der heutigen Generation wenig bekannte aserbaidschanische Dichter Mirza-Schaffy. Der deutsche Leser des 19. Jahrhunderts kennt dessen Gedichte dank der Übersetzungen des deutschen Literaten und Orientalisten Friedrich von Bodenstedt (1819-1892). Das Buch von Bodenstedt »Die Lieder des Mirza-Schaffy«, übersetzt in mehrere Sprachen, wurde in Europa damals förmlich verschlungen. Auf die Bitte von A. Rubinstein hat P. Tchaikovskij 12 Gedichte des aserbaidschanischen Dichters ins Deutsche übersetzt, die Rubinsteins Vokalzyklus "Persische Lieder" gebildet haben.

 

Dies nur als Anmerkung, da man auch darauf in dem Buch von D. Schlegel einen Hinweis findet und dies die Tiefe seines Werkes wiedergibt. Auch mit dem vielfältigen, reichlich faktischen Material bindet der Autor den Leser nicht nur an dieses Buch – im Gegenteil. Er lädt dazu ein aus dem Rahmen des Inhalts hinaus zu gehen und sich mit anderen Quellen bekannt zu machen, um die ganze Größe der Verdienste Anton Rubinsteins, nicht nur für die russische oder deutsche Kultur, sondern der weltweiten Kultur zu sehen und zu verstehen.

 

Niemand hat in der Öffentlichkeit für das musikalische Leben Russlands so viel getan wie Anton Rubinstein. In Russlands Gedächtnis wird der Name dieses hervorragenden Komponisten, Pianisten und Dirigenten dankbar erhalten bleiben. Denn er war es auch, der das erste russische Konservatorium in St. Petersburg schuf, das danach zur Eröffnung des ganzen Netzes anderer musikalischer Institutionen und weiterer Konservatorien in Russland anregte. Dank seiner musikalisch-gesellschaftlichen Tätigkeit wurde die musikalische Bildung in den Schulen eingeführt und Konzertbesuche für die breite Schicht der Gesellschaft ermöglicht, sodass jeder mit der musikalischen Kultur Bekanntschaft machen konnte. Dadurch konnten nicht nur die Talente von Dirigenten, Komponisten und Virtuosen, sondern auch von Erfindern, Ingenieuren und Konstrukteuren entdeckt werden, und dank der Musik lernten auch Choreografie, Malerei und Literatur nicht nur schablonenhaft und oberflächlich, sondern schöpferisch zu denken. Deshalb war das 19. Jahrhundert in Russland nicht nur die Blüte der Literatur und der Kunst, sondern war auch, wie weltweit, von genialen wissenschaftlichen Eröffnungen gekennzeichnet gewesen.

 

D. Schlegel hat für die feine Auswahl des Materials zum Entstehen des Buches nicht nur intellektuelle sondern auch physische Kraft aufgewendet, neben der Fülle und der Expression ist auch die Tiefe des Eintritts in das Thema wirklich einzigartig.

Die Engländer haben den Begriff "Future in the Past" ("Zukunft in der Vergangenheit"), die Vereinbarung der Zeiten, geprägt. Genauso auch im Buch von D. Schlegel: Der Inhalt spielt im 19. Jahrhundert, aber die Gedanken sind in die Zukunft gerichtet. D. Schlegel ist die Zukunft nicht gleichgültig, vor allem wie künftige Generationen mit der Vergangenheit umgehen. Er fragt sich, ob die nachfolgenden Generationen sich an das geistige Erbe der Vergangenheit erinnern, es aufnehmen und pflegen werden und, wie auch die Vorfahren, weitergeben?

Wie der große tschechische Philosoph, Schriftsteller und Pädagoge Johann Amos Comenius schon 1650 in seinem Buch »Über den rechten Umgang mit Büchern, den Hauptwerkzeugen der Bildung« schrieb:

"Alle Völker der Erde sollen die Bücher in ihren Sprachen haben. Wenn es keine Bücher gäbe wären wir alle roh und ungebildet, denn wir besäßen keinerlei Kenntnisse über das Vergangene, keine von göttlichen oder menschlichen Dingen. Welch göttliches Geschenk sind also die Bücher für den Menschengeist! Kein größeres könnte man sich für ein Leben des Gedächtnisses und des Urteils wünschen. Sie nicht lieben heißt die Weisheit nicht lieben. Die Weisheit aber nicht lieben bedeutet, ein Dummkopf zu sein. Das ist eine Beleidigung für den göttlichen Schöpfer, welcher will, dass wir sein Abbild werden."

(Übersetzung von Texten von D. Schlegel, u.a. aus den KURSTADT-NACHRICHTEN vom 17.11.2010)

 

 

 




Siehe auch:

»INVESTA24.COM«

Ausgabe 07.09.2010

&

»Neue Zeiten«

Nr. 8 / 16.08.2010

S. 81/82




 

 

 

 

 

 

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